Leukämie & Tumor Lotse

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00:00:00: Wir sprechen über das Thema Chemotherapie bei weichgewebe Sarkom und wollen jetzt noch mal vertiefen.

00:00:06: zum Thema, wenn die Sarkome schon metastasiert haben.

00:00:09: Und dementsprechend ist die Chemotherapien eingesetzt als palliative Therapie.

00:00:13: Das heißt mit einem besonderen Fokus auf Lebensqualität.

00:00:17: Liebe Frau Dr.

00:00:17: Ahrens.

00:00:18: sind hier Oberärztin im Universitätsklinikum in Frankfurt und Expertin für Sarkomen Und ich glaube, das ist auch für Sie ein ganz wichtiges Thema.

00:00:27: Die palliative Versorgung von SAKUM-Patienten.

00:00:30: Aber meine erste Frage wäre – was sind denn überhaupt Metastasen und warum sind die so wichtig?

00:00:36: Metastazen sind Absiedlungen!

00:00:40: von diesem Ursprungstumor, aber in anderen Regionen als der Ursprungs-Tumor sitzt.

00:00:45: Wir reden bei den Sakkomen sehr häufig über die Lunge seltener, aber durchaus auch möglich während zum Beispiel Metastasen in anderen Organen wie etwa der Leber oder dem Knochen.

00:00:58: Wie kommen diese?

00:00:59: Absiedlung dorthin.

00:01:01: Das ist bei den Weichteisakomen tatsächlich ganz überwiegend über das Blut, das heißt der Ursprungstumor muss man sich so vorstellen es gut durchblutet aber die Blutgefäße geben lassen zu dass Tumorzellen auch ausgeschwemmt werden und dann mit dem Körperkreislauf in andere Regionen des Körpers geschwemmt werden.

00:01:22: seltener das gibt es aber auch sind Metastasen die sich über die Lymphwege Ausbreiten.

00:01:29: Dann werden in dem Fall Lymphknoten betroffen, die rein theoretisch natürlich auch überall im Körper vorliegen sehr häufig.

00:01:38: dann zunächst erst mal die nächsten Stationen sind immer relativ nahe am Ursprungstumme und dann kann das aber auch über allem körper sein.

00:01:44: letztlich.

00:01:45: Chemotherapie wird jetzt zu welchem Zweck eingesetzt?

00:01:50: In so einer Situation?

00:01:51: Wenn wir sagen Wir haben es mit einer Erkrankung zu tun

00:01:54: wo

00:01:55: grundsätzlich eine Chemotherapie wirkt.

00:01:58: Das heißt, dass das Chemotherapiesensible Erkrankungen sind, würden wir die Chemotherapien empfehlen?

00:02:04: Klar als erstes, wir möchten gerne, dass der Patient auch wenn wir ihn nicht heilen können und diese Erkrankung nicht wegbekommen, möchten wir, dass er trotzdem natürlich möglichst lange lebt mit dieser Erkankung.

00:02:16: ganz klar ein wichtiger Faktor.

00:02:18: Wir möchten Gleichzeitig natürlich verhindern, dass durch den Tumor selber oder auch die Metastasen Beschwerden auftreten.

00:02:27: Das kann mal passieren zum Beispiel wenn diese Metastase in der Nähe von Nerven liegen dann kann es eben zu Schmerzen führen.

00:02:35: Oder wenn sie an anderen wichtigen Organen liegen das man dadurch Probleme bekommt.

00:02:38: das möchten wir verhinderen und das können wir dadurch verhindert, dass die Chemotherapie eben verhinderte diese Erkrankung wächst sich ausbreitet Und im Idealfall vielleicht auch kleiner wird vorübergehen durch die Chemotherapie.

00:02:51: Dann möchten wir natürlich auch ganz wichtig eine bestmögliche Lebensqualität haben, das heißt in so einer Situation wo ich über Lebensverrängerung und Zeitgewinn für den Patienten rede möchte ich natürlich auch immer gerne dass diese Zeit möglichst gut ist.

00:03:10: Das heißt, wir müssen hier auch noch mal stärker über Nebenwirkungen reden und schauen.

00:03:16: was kann man dem Patienten zumuten?

00:03:19: Also eine gute Balance finden nicht... Die Therapie soll den klaren Fokus haben, die Belastung der Erkrankheit zurückzunehmen und nicht nach oben dreien.

00:03:29: auch die Therapie an sich belastend ist.

00:03:31: Genau

00:03:32: so sehen wir es ganz klar in dieser Situation.

00:03:34: Und das heißt dann umgesetzt dass der Patient natürlich durchaus die Chance haben sollte möglichst lange aktiv am alltäglichen Leben teilzuneben ohne ... größere Einschränkungen.

00:03:48: Welche Faktoren sind jetzt wichtig für Ihre Auswahl der Therapie, für eine Versorgung von metastasierten Patienten?

00:03:55: Also wir haben im Wesentlichen fünf Faktor die wir berücksichtigen.

00:04:00: das sind zum einen was für ein Subtyp haben wir?

00:04:02: dass heißt der Pathologe sagt mir was ist das denn für einen Sarkom?

00:04:06: welcher von den hundert verschiedenen Moment habt ihr es zu tun?

00:04:09: dann ist es wichtig was für einen Grading?

00:04:12: wie aggressiv ist diese Erkrankung?

00:04:14: das müssen wir wissen.

00:04:15: Wir müssen wissen, wie ist das Wachstumstempo?

00:04:20: Wo liegt die Erkrankung?

00:04:21: alles.

00:04:22: Das ist sehr wichtig!

00:04:23: Wir müssen wissen was hat der Patient für Vorbehandlungen bekommen?

00:04:27: und wir müssen den Patienten selber sehen mit all seinen Vorerkrankungen, die er eventuell begleit Medikamenten, Lebensalter etc...

00:04:38: Dass man dann optimal sieht Therapie darauf ausstellen kann.

00:04:43: Und jetzt hatten Sie gerade gesagt, ja vielleicht funktioniert die Chemotherapie auch gar nicht so gut?

00:04:47: Was gibt es denn noch für Optionen dann?

00:04:48: Genau also man muss vielleicht ein bisschen unterscheiden auch in so einer Situation was für eine Chemotherapien empfehle.

00:04:55: ich mache eine einzelne Substanz gebe ich eine Kombination aus verschiedenen Medikamenten.

00:05:00: Und da ist es vor allen Dingen wichtig, dass wir wissen aus Studien und Untersuchungen.

00:05:06: Dass wenn wir mit einer Behandlung anfangen zum allerersten Mal ein Sarkom behandeln und über die Antragszykline das Docksorubizinklassischerweise reden, dann wissen es nicht zwingend für die Prognose des Patienten besser ist, wenn wir das kombinieren mit einem weiteren Medikament.

00:05:25: Sondern dass das eventuell auch nur mehr Nebenwirkungen macht.

00:05:28: Es kann aber auf der anderen Seite sein, dass wir sagen, wir brauchen bei diesem Patienten weil er eben Beschwerden durch die Erkrankung hat und der Tumor liegt ungünstig.

00:05:38: Wir wollen, dass das möglichst kleiner wird und nicht nur einfach gleich groß bleibt.

00:05:45: Diese Verkleinerungsraten, die Chance auf Verkleinarung steigt wenn wir Chemotherapien kombinieren.

00:05:50: Das heißt das wäre dann so eine Situation wo ich vielleicht sage dann addiere ich zu dem Docksorobycin eben noch in Kombinationspartner.

00:05:57: damit erkaufe ich mir leider mehr Nebenwirkungen wahrscheinlich akut aber eventuell auch einen etwas größeren erstmal sichtbaren Effekt.

00:06:06: Wie läuft denn das jetzt ab?

00:06:08: Wenn man in einer palliativen Versorgung muss man dann ständig, also andauernd fortlaufende Therapien machen.

00:06:13: Oder ist es auch da, dass es so Phasen gibt wo es welche gibt und eine Pause und wieder eine gibt oder wie muss man sich das vorstellen?

00:06:19: Ja, das ist ein bisschen ein Thema was glaube ich mehr und mehr im Wandel aktuell ist.

00:06:26: Bisher ist es so, wenn wir jetzt über die Erstbehandlung sprechen.

00:06:29: Dass wir standardmäßig zunächst eine Chemotherapie machen würden, eben häufig mit dem Doxorubizin oder ganz überwiegend ... Wir wissen aber dass man das nicht unendlich fortführen kann.

00:06:38: Das Doxorbizin hat irgendwann vor allen Dingen ein großes Risiko am Herzmuskelprobleme zu machen.

00:06:45: Dieses Risiko steigt mit zunehmender Dosierung des Medikaments.

00:06:49: D.h.,

00:06:49: da ist dann irgendwann Schluss weil wir wollen den Patienten ja auch nicht gefährden und Deswegen müssen wir diese Behandlung beenden.

00:06:56: Und dann war es bisher so, dass man standardmäßig dann zunächst zuwarten würde, Kontrollen machen würde und erst wieder eine Behandlungen standardmäßig empfehlen würde, wenn so eine Erkrankung dann wieder wächst.

00:07:10: Heutzutage ist es so, das wir schon viel auch über sogenannte Erhaltungstherapien oder Neudeutsch-Maintenance-Therapie sprechen.

00:07:19: Das heißt ... Das wären dann Behandlungen, die wir eben doch fortführen über einen gesamten Zeitraum.

00:07:25: Das machen wir ganz überwiegend zum Beispiel ab der Zweitbehandlung ... Da ist das schon der Standard!

00:07:31: In einer Zweit-Behandlung haben wir z.B.

00:07:33: ja die Medikamente Trabectidin, Patzopanib, Erebolin, die werden wir einsetzen bei Sakom.

00:07:39: Diese Medikamente werden tatsächlich gegeben bis eine Tumorerkrankung wieder schlechter wird trotz der Chemotherapie.

00:07:47: D.h.,

00:07:47: dass wäre wirklich eine Dauerbehandlung.

00:07:51: Natürlich kann man auch hier immer schauen, gibt es vielleicht Patienten wo wir zusätzlich zur Chemotherapie auch hier wieder auch mal über ne OP oder ne Bestrahlung nachdenken können bei begrenzter Anzahl an Metastasen zum Beispiel oder bei sehr guten und langsam verläufen der Erkrankung dass man dann auch mal wieder therapiefreie Zeiten sich erkauft für den Patienten und gewinnen kann.

00:08:15: aber oftmals reden wird tatsächlich über dauerhafte Behandlungen

00:08:19: Der bespricht auch eine dauerhafte Begleitung von Medikamenten, die die Nebenwirkung abdämpeln.

00:08:23: Genau!

00:08:24: Und ich glaube genau deswegen ist das so wahnsinnig wichtig, dass man sagt wenn wir schon über Dauerbehandlung sprechen dann müssen diese eben auch so gut es geht vertragen werden also ein bestmöglicher Lebensqualität haben.

00:08:36: Wie wird denn da vorgefahren?

00:08:37: Jetzt, bei der Therapie kontrollieren Sie dann auch die Ergebnisse.

00:08:40: Kontrollieren sie wieder wie der Verlauf der Erkrankung ist oder ...

00:08:43: Ja ganz wichtig natürlich!

00:08:45: Weil wir jetzt mit der Chemo gestartet haben das machen wir einfach mal munter weiter sondern wir müssen natürlich auch sehen dass das sinnvoll ist was wir machen und wir würden in regelmäßigen Abständen das mag von Behandler zu Behandlern von Patient zu Patient immer so ein bisschen variieren aber im Schnitt alle zwei bis drei Zyklen.

00:09:07: Bei manchen Therapien vielleicht alle drei Monate spätestens Kontrollen machen, diese Kontroll machen wir bildgebend über die Radiologie.

00:09:15: das heißt wir machen entweder eine Computertomographie und oder Magnet-Resonanztomographien sogenannte MRT oder CT und sehen dann eben keine neuen Metastasen, kein Wachstum.

00:09:28: Das ist sozusagen das erste Ziel und sehen natürlich in den Kontrollen.

00:09:33: Patienten kommen häufig auch zu Blutbildkontrollen, zu Verlaufskontrollengesprächen natürlich auch zu uns an die Ambulanz dass die Patienten das auch gut vertragen, dass es keine darüber hinausgehenden schweren Nebenwirkungen gibt sodass wir das insgesamt dann gut weiter machen können.

00:09:51: Wie handhaben Sie denn das jetzt mit einer Palliativtherapie?

00:09:54: Sollte die auch unbedingt in einem Zakumzentrum erfolgen?

00:09:57: oder was empfehlen sie denn dem Fall,

00:10:02: also ganz klar denke ich dass alle Patienten beraten werden sollten an einem Sakomzentrum.

00:10:09: Ich glaube, es ist unrealistisch bei der begrenzten Anzahl an Sakom-Zentren, dass wirklich alle Patienten jede Therapie in einem Sakkomzentrum bekommen.

00:10:18: Das ist gerade für Patienten die vielleicht einen weiten Anfahrtsweg zu einem solchen Zentrum haben dann auch oft nicht machbar und wird eventuell je nach befindendes Patient ja auch zunehmend beschwerlich wenn man eine Anreise von.

00:10:35: Deswegen denke ich, dass die Beratung ganz wichtig ist.

00:10:38: Damit man eben das geeignete Therapierregime in der betreffenden Situation für den Patienten mit einem Experten bespricht.

00:10:47: Dass man dann aber durchaus auch immer wieder die Patienten hat... dann einfach vor Ort durch einen Onkologen betreut werden, in enger Abstimmung mit dem Zentrum.

00:10:57: Weil ich gerade im palliativen Umfeld, wenn es eine dauerhafte Therapie ist ja nicht im Gegensatz wo man das so macht ... Ich weiß nicht was, drei, sechs Monate und dann ist wieder fertig?

00:11:05: Wenn's dauerhaft ist, wie kann ich mir denn das vorstellen?

00:11:08: Also du kannst dann wirklich ein, sagen wir mal, der onkologische Praxis die irgendwo, ich weiß nicht, was hier der nächste große Wald ist.

00:11:17: Irgendwo da ist, kann dann der Onkologe sie anrufen oder sprechen.

00:11:20: Sind Sie direkt mit anderem?

00:11:21: Wie funktioniert das so eine Beratung.

00:11:22: Ja, also unsere Telefone sind zugegebenermaßen immer schwierig zu erreichen aber wir sind zu erreichen.

00:11:29: Wir kennen uns untereinander natürlich auch viel.

00:11:32: Das heißt da funktioniert es auf dem kurzen Weg sowieso sehr gut würde ich sagen oder wir sind über E-Mail zu erreichen.

00:11:40: das heißt Ich werde häufig von Kollegen angeschrieben die dann sagen ich habe einfach ne Frage Können wir das vielleicht kurz besprechen?

00:11:47: macht das Sinn dass der Patient sich vorstellt, dass ihr den einmal beratet.

00:11:51: Und dann besprechen wir natürlich auch wenn wir das und das empfehlen traut ihr euch das zu die Behandlung zu machen?

00:11:56: ist es realistisch machbar sodass wir da eigentlich ein ganz gutes Miteinander gefunden haben.

00:12:02: Und klar, muss man mit den Patienten dann auch sprechen?

00:12:05: Ich gibt Patienten die sagen, nee, nie!

00:12:07: Mir ist das wichtig und ich mache dann auch die Behandlung vor Ort.

00:12:10: Andere Patienten sagen auf gar keinen Fall, ich möchte das wirklich gerne bei mir um die Ecke machen.

00:12:14: Ich schaffe es einfach nicht regelmäßig zu kommen.

00:12:17: Auch diese Patienten haben jederzeit die Möglichkeit wenn sich was verändert oder wenn Fragen sind sich an uns zu wenden.

00:12:24: Das ist total wichtig, auch für die Patienten das zu wissen.

00:12:27: Oft darf man natürlich nicht verschweigen.

00:12:29: Reine Telefonberatung ohne den Patienten jemals gesehen zu haben, ist auch ganz schwierig, halte ich für seriös schlecht umsetzbar.

00:12:41: Weil es steckt hinter jedem schriftlichen Pfund, steckt ja ein Individuum.

00:12:46: D.h.,

00:12:47: das ist schon wichtig ... weiß über wen man da spricht.

00:12:51: Ich denke, man muss so einen Patienten auch wirklich mindestens einmal gesehen haben und wenn sich was ändert, muss man ihn auch wieder gesehen haben.

00:12:59: Das heißt es funktioniert nicht alles aus der

00:13:00: Ferne.".

00:13:01: Und das ist natürlich jetzt nochmal ein wichtiges Stichwort, wenn sich etwas geändert hat... Kann man denn den Therapien dann noch auch anpassen?

00:13:09: Oder wie viele Optionen gibt es überhaupt?

00:13:11: Ja, also wir haben natürlich leider nicht eine uneingeschränkte Möglichkeit an Medikamenten.

00:13:17: Soweit ist die Medizin heute noch nicht.

00:13:19: Aber wir haben sicherlich so einen Strauß am Medikamente, die wir einsetzen können und immer diskutieren mit unseren Patienten.

00:13:27: Das heißt sollte es unter einer Behandlung zu einer Verschlechterung der Erkrankungen kommen oder Patienten vertragen die Erkrankung nicht.

00:13:36: Macht es auf jeden Fall Sinn, den Patienten wiederzusehen und dann zu besprechen was gibt es für Möglichkeiten?

00:13:42: Sollten wir das Medikament wechseln, sollten wir eventuell Dosierungen einfach verändern, sollten Wir Begleitmedikamente verändern.

00:13:50: Das heißt da gibt Es schon gewissen Spielraum um da das bestmögliche Ergebnis natürlich Für Die Patienten auch zu bekommen.

00:14:00: Jetzt spreche ich mal über Metastasen und trotzdem kann man ja manchmal über lokale Maßnahmen auch nachdenken.

00:14:06: Was kommt denn da noch in Frage?

00:14:08: Ja, also es ist ein ganz wichtiges Thema was viele Patienten von sich aus natürlich auch immer fragen.

00:14:14: Dann können wir das nicht einfach alles wegoperieren dann wäre das doch viel schöner.

00:14:19: So einfach ist es nicht, aber es gibt Situationen wo wir das durchaus diskutieren.

00:14:24: Wir reden da sowohl über zusätzliche Operationen als auch über zum Beispiel Mastralentherapien und das machen wir aus auch verschiedenen Gründen.

00:14:34: Eingrund kann mal sein dass für vielleicht ein Patienten vor uns haben der zwanzig Metastrasen hat die wir leider nicht alle einfach wegbekommen gezielt, aber wo vielleicht eine Stelle uns droht Probleme zu machen.

00:14:48: Weil sie einfach an einer blöden Stelle sitzt, unglücklich sitzt und vielleicht auch von der Chemotherapie nicht so profitiert wie die anderen Stellen?

00:14:56: Ja!

00:14:56: Und dann kann es sinnvoll sein genau diese Stelle nochmal gezielt zu behandeln Aber die Chemotherapi ansonsten für die andern Stellen weiterzugeben.

00:15:05: Das ist ein anderes Szenario wäre zum Beispiel dass wir immer wieder Patienten haben eher langsam wachsende und eine begrenzte Anzahl an Metastasen haben.

00:15:16: Wo wir wissen, dass solche Patienten eben auch zusätzlich zur Chemotherapie durchaus von Operation oder Bestrahlung profitieren gerade die Patienten, Zum Beispiel lange unter einer Chemotherapie stabil sind, wo sich eben nicht ständig neue Stellen zeigen.

00:15:33: Wo man dann sagt jetzt haben wir mal eine zeitlang eine Chemotherapi gemacht dem Patienten geht es sehr gut Wir haben eine begrenzte Anzahl an Metastasen.

00:15:40: Hier macht Sinn diese vielleicht gezielt auch mit zu behandeln um letztlich zum Beispiel alle Stellen wegzubekommen die man sieht.

00:15:49: Gibt es im Zakomenfeld auch den Begriff der Oligomethastasen?

00:15:52: Genau.

00:15:53: Das sind ja dann so fünf.

00:15:54: oder gibt's eine klare Definition, wie viele das sind, so fünf bis sechs oder irgendwie sowas?

00:15:58: Wir

00:15:58: haben uns noch nicht ganz auf die Anzahl festgelegt aber genau das ist das Szenario.

00:16:03: ich habe eine begrenzte Anzahl also wenige Metastasens vorrangig auf einen Organ begrenzt Und diese Metastasen eben über einen etwas längeren Zeitraum unter Chemotherapie stabil.

00:16:18: Ja, das sind Patienten da wissen wir, da gibt es gute Daten auch dazu dass die davon profitieren wenn wir durchaus darüber gezielte Ansätze zusätzliche Ansätze wie OP oder Strahlentherapien noch mal sprechen.

00:16:28: Ich glaube das ist auch nochmal ganz wichtig was Sie da gerade gesagt haben.

00:16:32: ich glaube für Patienten ist es so schwer sich anzuhören zu sagen, das kann man eben nicht wegoperieren.

00:16:38: Und ich glaube da muss man ganz klar dazu sagen, man könnte es aber es macht einfach keinen Sinn.

00:16:43: ja weil man inzwischen durch Daten festgestellt hat die profitieren nicht davon machen viel OP viel geschneide aber man profitiert nicht davon genau.

00:16:53: und das ist so dass wir leider natürlich auch Patienten alle kennen die wir Sakome betreuen die wirklich alle zwei Monate neue Metastasen haben, die verschiedene Organsysteme betroffen haben.

00:17:06: Da würde ich durch eine Operation oder Streientherapie der Erkrankung einfach hinterherlaufen und wünsche mir auch für keinen Patienten das ist nicht sinnvoll den dann alle zwei Monate auf den OP-Tisch zu legen und hier zu schneiden, da zu schneide... Wir haben es mit einer Erkrankung zu tun, für die das eben nicht sinnfull ist.

00:17:27: Das heißt, es wäre einfach wichtig, dass die Patienten ihnen vertrauen in ihre Einschätzung.

00:17:31: Was dann jetzt sinnvoll zu tun ist?

00:17:34: Jetzt haben wir darüber gesprochen, dass es unterschiedliche Medikamente innerhalb der Chemotherapie gibt.

00:17:39: Da spricht man ja oftmals von Linien.

00:17:40: Das finde ich ehrlich gesagt auch so ein komischer Begriff.

00:17:43: Aber das spricht mir erst Linie, zweit Linie und dritt Linie.

00:17:47: Wie sprechen Sie denn darüber mit den Patienten, was da an möglichen zukünftigen Einsatzmedikamenten noch vorhanden sind?

00:17:54: Genau also ... Im Grunde bespricht man natürlich erst mal aktiv über die Behandlung, die man jetzt gerade machen möchte.

00:18:01: Das ist das Wichtigste und man geht wahrscheinlich nicht unbedingt in jedes Detail und dann zu sagen In der zweiten dritten vierten Situation machen wir das was wir im Gespräch immer formulieren Vorrangig diese Medikamente jetzt in dieser Situation empfehlen.

00:18:19: Wir besprechen, warum wir das empfeheln und wir sagen sollte es nun aber so sein dass irgendwann im Verlauf der Therapie nach Abschluss der Therapy oder unter der Therapies zu einer Verschlechterung kommen.

00:18:33: Das heißt, wir haben das Gefühl müssen etwas ändern.

00:18:36: Dass man dann weitere Chancen hat, weitere Möglichkeiten hat die dann eben auch häufig andere Chemotherapiker sind, Tablettenmedikamenteinfusionen.

00:18:47: Sodass der Patient weiß das ist jetzt nicht automatisch das Ende der Fahnenstange.

00:18:51: es gibt was.

00:18:52: aber man würde diese Behandlung sicherlich erst diskutieren wenn sie wirklich ansteht.

00:18:57: Sonst ist das doch eher überfordert.

00:19:00: wir reden sowieso schon immer sehr viele Details komplexe Themen und Das sollte man so Schritt für Schritt

00:19:07: ja

00:19:08: im Detail klären.

00:19:11: Jetzt noch mal allgemein, Sie sind jetzt Onkologin.

00:19:13: Aber was würden Sie dann Patienten empfehlen?

00:19:15: Wo sie sich noch Hilfe holen könnten oder Beratung holen können?

00:19:19: Ja, das ist auch ein zunehmend wichtigeres Thema, was auch erfreulicherweise mehr Beachtung findet.

00:19:26: Wir haben als Onkologe natürlich nicht stundenlang Zeit uns abseits der Chemotherapie und der Nebenwirkungen und der akuten Situation um Patienten ausreichend zu kümmern unter Umständen, sodass hier Angebote bestehen wie zum Beispiel die psychotherapeutische Mitbetreuung.

00:19:45: Patienten können sich den Sportmedizinern vorstellen und da geht es dann um das Thema was kann ich sportlich tun unter so einer Behandlung?

00:19:54: Wir haben Kollegen, die sich mehr um die Ernährung kümmern,

00:19:57: d.h.,

00:19:58: ein Ernährungsteam, was zur Seite steht.

00:20:00: Alle diese Anlaufstellen können von den Patienten genutzt werden, jederzeit.

00:20:06: Es kann auch sein, dass man die am Anfang vielleicht nicht braucht aber irgendwie im Verlauf.

00:20:11: Auch ganz wichtig meiner Meinung nach der Sozialdienst mit dem wir hier sehr eng zusammenarbeiten wo es dann vor allen Dingen natürlich um die Einstufung gerade der Behinderung Absicherung viele unserer Patienten sind berufstätig geht das sie da auch gut beraten sind weil das sind Dinge die ich oft auch gar nicht weiß.

00:20:29: klar Ich glaube, dass wir einen großen Überblick und Hinweis dazu gegeben haben.

00:20:36: Wirklich vielen Dank dafür!

00:20:38: Damit hätten wir das Thema medatisierte Sarkomerkrankungen und die geeignete Chemotherapie besprochen.

00:20:45: Und würden jetzt noch mal weitergehen auf vertiefen Einblick in Nebenwirkung und wie man die gut managen kann.

00:20:52: Vielen lieben Dank dafür.

About this podcast

Im Internet finden sich sehr viele Informationen rund um das Thema Leukämie und Krebs. Aber welche sind seriös und welche überhaupt relevant?

Wir haben in unserem Leukämie-Lotsen aus einer Reihe von Patienteninterviews die häufigsten Fragen ermittelt und zusammengetragen. Im Anschluss daran haben wir bei den großen und seriösen deutschen Krebs-Stiftungen nach den passenden Antworten und Erklärungen gesucht. Diese haben wir noch durch ein paar andere Quellen ergänzt, die komplexe Themen transparent und leicht verständlich erläutern. Mittlerweile haben wir den Themenbereich über Leukämie hinaus erweitert und behandeln auch wichtige Informationen für Tumorpatienten.

Hier, im Leukämie & Tumor Lotsen, haben wir für Sie die relevantesten und verständlichsten Antworten zu allen wichtigen Fragen rund um die Erkrankung, die Therapie, aber auch um Themen wie Sozialrecht und Fürsorge für sich selbst sowie Freunde und Angehörige zusammengestellt.

by Strube-Stiftung

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