Leukämie & Tumor Lotse

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00:00:00: In den Tagen nach der KTZ-Gabe kann es eben insbesondere zu diesem.

00:00:05: zu Tokinsturm kommen, also klassisches Symptom, hohes Fieber.

00:00:08: Bei den bispizifischen Antikörpern ist der Startertherapie deutlich schneller.

00:00:11: Wirkweise ist ja von der Idee die gleiche.

00:00:13: Das Abwehrsystem soll sich aufs Mülum stürzen und auch da fühlt es sich für den Patient an als hätte er eine Infektion.

00:00:19: Also

00:00:19: das ist bei beiden Therapien gleich?

00:00:20: Genau!

00:00:21: Weil die Wirkmaise ist ja vom Idee her genau die Gleiche.

00:00:24: Nur der Ablauf der Therapie ist etwas anders und bei der bspb Antikörpertherapie habe ich eben die Möglichkeit die nächste Dosis hinauszuzögern bis dieser Zytokinsturm wieder abgeflaut ist.

00:00:35: Für das Multimemeolum gibt es jetzt ganz neue Therapien, die wirklich toll wirken – die KT-Zelltherapie und die biespezifischen Antikörpern.

00:00:44: Gerade eben haben wir ein Film gemacht und darüber gesprochen wie denn die Entscheidung gefällt wird wann man was einsetzt und in welcher Sequenz.

00:00:51: Jetzt wollen wir weiter darüber sprechen und zwar, wie denn das alles abläuft?

00:00:56: Welche Nebenwirkungen es gibt.

00:00:58: Welche Belastung, wie die Lebensqualität dabei ist und wie man den Alltag gestalten kann.

00:01:04: Liebe Frau Privatszinsin Dr.

00:01:06: Giesen Wir hatten gerade über diese neuen Therapien gesprochen Und die große Frage ist natürlich für Patienten, die aktuell das noch nicht haben, die unter ihren normalen Therapien stehen Was ändert sich dann jetzt für sie?

00:01:18: was Ist denn der große Unterschied zwischen den normalen klassischen Therapien und diesen neuen Therapien?

00:01:24: Das ist eine sehr gute Frage.

00:01:26: Denn mit dem neuen Immuntherapie unterscheidet sich ja die Wirkweise ganz grundlegend von den älteren Therapien, insbesondere klassisches Beispiel, die Chemotherapie.

00:01:38: Denn bei den älteren Substanzen ist es im weitesten Sinne so, man gibt irgendeine Substanz, die giftig ist für die Mülumzellen.

00:01:45: Das soll die Milomzellen abtöten.

00:01:46: Und wir sehen aber auch Nebenwirkungen, die durch die Giftwirkung auf andere Zellen bedingt.

00:01:52: Ganz klassisch bei der Chemotherapieübelkeit, Hausfall kann auftreten ... Bei den neuen Immuntherapien ist ja die Wirkweise ganz anders.

00:02:00: Die eigentliche Wirkung wird durch das Abwehrsystem des Patienten gemacht und damit auch die Nebenwürkungen.

00:02:07: Wir sehen insbesondere immunologische Nebenwirkungen bei diesen Therapien.

00:02:10: D.h.,

00:02:11: also mit immunologisch?

00:02:12: Was meint man damit?

00:02:14: Was der Patient insbesondere oftmals spüren kann, ist dass das Abwehrsystem extrem aktiv ist.

00:02:19: Für den Patienten fühlt sich das gleich an, ob es gegen ein Bakterium oder Müllum kämpft.

00:02:25: in klassisches Symptom sowohl nach KT-Zelltherapie als auch nach bispizifischen Antikörpern ist Fieber.

00:02:32: Wir sprechen dann von einem sogenannten Zytokinsturm.

00:02:35: Gemeint damit, dass die Abwehrzellen unterhalten sich untereinander über Zytorchine.

00:02:40: Das sind Botenstoffe.

00:02:42: extrem aktiv sind, das wollen wir auch.

00:02:44: Die sollen jetzt ja gegen das Myolom gehen und über diese Botenstoffe die gleichen Reaktionen im Körper hervorheben als würde das Abwehrsystem gerade gegen eine massive bakterielle Infektion beispielsweise kämpfen.

00:02:55: Das heißt der Körper entwickelt Fieber.

00:02:58: Die Gefäße werden weit da könnte beispielsweise der Blutdruck in den Keller gehen.

00:03:01: Also ähnliche Sachen wie bei einer schweren Infektionsbeobachtung kann eben wie spezifische Antikörper und Unachter-Kartetzelltherapie auftreten als direkte Folge dieses sehr aktiven Immunsystems.

00:03:14: Und das ist auch der Grund, warum das dann eben im Krankenhaus stationär gegeben wird?

00:03:18: Dass man genau das dann menschen kann, beobachten kann den Patienten betreuen kann damit diese Zytokinsturm oder eben dieser immunologischen Reaktion gut behandelt werden.

00:03:28: Genau also dieser Zytokensturm ist tatsächlich sehr häufig, also deutlich die Mehrheit der Patienten.

00:03:35: Also wir rechnen schon so ein bisschen damit, dass das passiert.

00:03:37: In den meisten Fällen ist es gut kontrollierbar entweder alleine mit fiebersenkenden Medikamenten.

00:03:43: wenn das nicht ausreicht dann muss man Substanzen einsetzen die man zum Beispiel aus der Rheumatologie kennt.

00:03:48: gleiche Strategie Wir wollen ein überaktives Abwehrsystem bremsen.

00:03:52: gibt es verschiedene Medikamente von denen wir mittlerweile wissen, das funktioniert gut.

00:03:56: Um eben diese überschießende Immunreaktion etwas abzudämpfen?

00:04:01: Wir wollen ja die Immun-Reaktion haben aber halt nicht so arg dass sie den Patienten zu krank macht.

00:04:05: und das kann man tatsächlich im stationären Setting etwas besser kontrollieren.

00:04:10: bei den KT-Zellen in den Tagen nach der Gabe Bei dem bispizifischen Antikörper in der Phase dieser Eindosierung wo man immer die Dosis erhöht alle paar Tage.

00:04:20: Da ist es so, wenn man einmal die stabile Dosis erreicht hat.

00:04:23: Dann ist das sehr unwahrscheinlich, dass ein Zytokinstorm noch auftritt und dann läuft die Therapie auch ambulant also nicht im Krankenhaus ab.

00:04:29: aber in dieser Anfangsphase wird es zumindest an vielen Zentren stationär durchgeführt damit man eben direkt beim Patienten Bett stehen kann sozusagen wenn sowas auftritt.

00:04:38: Dann steigen wir doch gleich mal darauf ein bei den KT-Zelltherapien.

00:04:42: wie ist denn der Ablauf?

00:04:43: Was sind sie da für typische Schritte, die da gemacht werden

00:04:46: Bei den KT-Zellen, das ist der deutlich komplexere Therapieablauf.

00:04:50: Weil es eine personalisierte Therapie ist.

00:04:52: Man braucht die T-Zelln des Patienten selber, um daraus KT Zellen machen zu können.

00:05:00: Das können auch nur bestimmte Zentren.

00:05:02: Schritt eins ist, der Behandelnde Onkologe muss auf die Idee kommen ... Das ist jetzt ne gute Idee hier zu prüfen.

00:05:08: Könnte ne KT zelltherapie sinnvoll sein?

00:05:10: Wir wissen so früh wie möglich, das is am besten.

00:05:12: Idealerweise im ersten Rezediv Direkt dran denken, könnte der Patient die Patientin geeignet sein?

00:05:18: Den dann einen Zentrum zuweisen was KT-Zellen machen kann erst mal für eine Prüfuntersuchung und Gespräch mit dem Patienten.

00:05:26: Patientinnen Aufklärung möchte dir das überhaupt wer geeignets?

00:05:29: wenn ja dann tritt quasi die ganze Maschinerie los.

00:05:33: man muss er dann zuerst die T-Zelle aus den Patienten rausholen.

00:05:38: Das läuft über eine Blutwäsche ab, ähnlich wie bei der Stammzell-Sammlung.

00:05:43: Das Gute ist, T-Zellen hat man immer im Blut.

00:05:45: Man musste nicht durch Wachstumsfaktoren wie bei Stammzeilsammlungen erst ins Blut bringen, sondern das kann man einfach so schon aus dem Blut absammeln.

00:05:52: Die werden dann an die Herstellerfirmen geschickt.

00:05:55: Es sei denn, man ist an einem akademischen Zentrum, die selber KT-Zelle herstellen.

00:06:01: Ansonsten werden die Zellen eben verschickt und es ist ein relativ komplexer ... Herstellungsprozess, also die müssen vermehrt werden.

00:06:09: Die müssen genetisch umprogrammiert werden.

00:06:12: Sie müssen dann recht umfangreich getestet werden, dass das tatsächlich alles so funktioniert hat wie man das wollte, dass es ausreichend viele sind und diese Umprogrammierung mitgemacht haben.

00:06:23: Dass sie auch schön aktiv sind.

00:06:25: Wenn in dieser ganze Qualitätskontroll-Prozess fertig ist, bekommt das Zentrum die Kartenzellen zurück.

00:06:31: In der Zwischenzeit, dass die Patientin normalerweise beim betreuenen Onkologen erhält oftmals eine überbrückende Therapie um das Myolom mindestens unter Kontrolle zu halten.

00:06:42: Idealerweise, um das myolom zu dem Zeitpunkt schon sehr tief unterdrückt zu haben Denn wir wissen, KT-Zellen funktionieren besser uns in Nebenwirkungsärmer Wenn möglichst wenig vor vom Myolum da ist.

00:06:53: Das heißt es lohnt sich Die Myolommenzellzahl wenn man das kann so tief wie möglich vorzureduzieren.

00:07:00: Wenn die KT-Zellen dann fertig sind, kommt der Patient ans Zentrum zurück.

00:07:03: Er kriegt auch wie vor einer Stammzeltransplantation gewisse Voruntersuchungen, dass alle Organe fit sind

00:07:09: etc.,

00:07:10: wird dann auf Station aufgenommen.

00:07:13: Zumindest an vielen Zentren macht man das komplett stationär und manchen Zentren teilweise auch schon teilstationär.

00:07:19: aber jetzt haben wir mal grundsätzlich stationäre Aufenthalt wo man eine vorbereitende Chemotherapie bekommt.

00:07:24: Dann hat man ein paar Tage Pause um die Chemotherapien wieder auszuwaschen Dann werden die KT-Zellen als Infusion zurückgegeben.

00:07:33: Und dann beobachtet man den Patienten, denn in den Tagen nach der KT Zellgabe sollen sie sich ja im Körper des Patienten vermehren direkt auf das Mülum gehen und dann anfangen das Mühlum abzutöten.

00:07:45: In dieser Phase kann es insbesondere zu diesem Zytokinsturm kommen also klassisches Symptom hohes Fieber.

00:07:52: Es gibt teilweise auch neurologische Nebenwirkungen, die sich sehr vielgestaltig äußern können.

00:07:58: Von Patient ist irgendwie so ein bisschen durcheinander, weiß nicht mehr genau in welcher Stadt man sich befindet.

00:08:06: Patient kann vielleicht nicht mehr sauber schreiben.

00:08:08: Bisschen schlimmste Variante Patient würde tatsächlich Bewusstseinstörungen bekommen bis zum Koma.

00:08:14: das ist zum Glück sehr selten dass es so schwer abläuft.

00:08:16: aber prinzipiell kann es diffuse neurologische Nebenwirkung geben.

00:08:22: Das nennt man dann Immun-Effektor-Zell assoziiertes neurologisches Symptom.

00:08:29: Also auch die KT-Zellen machen im Endeffekt durch diese ganzen Zytokine, durch die Arbeit, die die Abwehrzellen machen, komische neurologischen Nebenwirkungen – auch die kann man damit behandeln, dass man das Abwehrsystem dämpft, also Strategie wieder genau die gleiche.

00:08:43: und der dritte Aspekt auf den man achten sollte, man hat ja vor eine vorbereitende Chemotherapie gegeben, das heißt es kann sein, eben zähletief ist.

00:08:51: Es kann sein, dass der Patient Infektionen entwickelt und auch die muss man natürlich behandeln.

00:08:55: Jetzt hatten Sie das so anschaulich beschrieben?

00:08:58: Jetzt fehlt mir ehrlich gesagt nur so der Aspekt, das ist dann zeitlich limitiert.

00:09:01: alles oder?

00:09:02: Genau ganz wichtig!

00:09:03: Das ist zeitlich limitiert.

00:09:05: Die Überwachungsphase wo man so ganz engmaschig aufpasst sind etwa zwei Wochen.

00:09:12: Auch danach wenn der Patient dann zu Hause ist musste er erst mal häufiger noch einmal ins Zentrum kommen, dass man guckt ist soweit alles in Ordnung.

00:09:19: Mit einem Zytokinsturm rechnet man da nicht mehr, was auftreten kann sind diese neurologischen Nebenwirkungen.

00:09:26: Auch die sollten nach einer gewissen Zeit nicht mehr auftretend bis hin zu der Ausnahme dass es eine sogenannte neurologische Spieltoxizität gibt.

00:09:34: das ist sehr selten wenn es auftritt aber natürlich extrem schwerwiegend.

00:09:40: da kann es zu so einer Art Parkinsonsymptomatik kommen, also jetzt ist man eine ganz andere Symptomkomplex.

00:09:47: Wie gesagt selten aber wenn es Auftritt für den Patienten natürlich extrem einschränkt und deswegen sollte auch wenn der Patient zu dem Zeitpunkt vermutlich wieder bei seinem niedergelassenen Onkologen ist da doch der Kontakt zum Zentrum in irgendeiner Form bestehen bleiben.

00:10:02: das wenn eben solche zwar seltenen, aber dann schwerwiegenden Nebenwirkungen im längerfristigen Verlauf auftreten.

00:10:08: Dass man einen Kontakt zum Zentrum suchen

00:10:09: kann.".

00:10:10: Also ich habe das jetzt verstanden dass halt tatsächlich dann unmittelbar nach der Gabe dann wirklich quasi damit gerechnet wird es dann wirklich ordentliche Nebenwirkungen erscheinen also dieser Zitokinesturm, dass man wirklich wie so eine Krippe durchlebt... Aber für mich wäre dann schon nochmal die Frage auch mit diesen gerade diese neurologische Symptomatik In welchem Zeitraum sprechen wir denn da, wie lange läuft das?

00:10:34: Und die meisten Menschen sind dann danach wieder so, als sie vorher waren.

00:10:38: Oder ist es doch so, dass es für den großen oder gewissen Anteil von Menschen bleibende Spätwirkungen gibt?

00:10:46: Also jetzt von der praktischen Erfahrung ist es so mit dem Fieber rechnen wir.

00:10:50: Das kriegen die meisten.

00:10:53: Mit den neurologischen Nebenwirkung wissen wir, das kann auftreten und das kriegen aber ehrlicherweise nicht.

00:10:58: Und die überwiegende Mehrzahl an Patienten geht dann nach diese Bewahrungsphase in Anführungsstrichen gesund nach Hause.

00:11:04: Das, worauf sie insbesondere achten sollten als Patienten sind Infektionen und das Infektionsrisiko bleibt wirklich auch noch über eine relevant längere Zeit, sprich viele Monate nach der Gabe bestehen.

00:11:15: Die anderen Nebenwirkungen, also dieser Zytokinsturm oder diese neurologischen Nebenwirkung, die treten nach dieser Bewahrungsphase klassischerweise nicht mehr aus mit der Ausnahme dieser späten neurologischen Nebenwirkungen, die aber wirklich Einzelfälle betreffen.

00:11:33: Also diese neurologische Spätfolge, die Sie da beschrieben haben klingt natürlich schon etwas beunruhigend.

00:11:38: Sie haben gesagt selten?

00:11:39: Was musst du sich unter dem Begriff selten vorstellen?

00:11:43: Also tatsächlich ist es was jetzt beobachtet wurde war mal eben eine gewisse Langzeitbeobachtung hat von KTH-Zellen und KTH zählen jetzt auch einfach viel mehr ein einsetzt als früher, als es noch nur für wenige Patienten verfügbar waren.

00:11:56: Das tritt tatsächlich extrem selten auf.

00:11:59: Wir persönlich hatten jetzt auch keinen Patienten mit dieser Symptomatik, sondern man weiß es von ganz großen Zentren, dass die schon mal einen einzelnen Patienten damit hatten, das ist soweit wie man's sehen kann, eine sehr seltene Nebenwirkung.

00:12:12: aber wir klären natürlich unsere Patienten immer relativ umfassend aus und da muss sowas auch erwähnt werden, auch wenn man im einzelnen Patient damit absolut nicht

00:12:20: rechnet.

00:12:21: Ja.

00:12:23: Danke für diese Erläuterung, ja?

00:12:25: Und jetzt haben wir sehr, sehr tief die Kartetzelt angeschaut.

00:12:29: Wie ist denn mit den bispizifischen Antikörpern, wie ist da der typische Ablauf?

00:12:33: Genau bei den bspb antikörbern ist das Startertherapie deutlich schneller weil man kann sie direkt aus der Apotheke abrufen sozusagen.

00:12:41: Das Besondere bei den Bspb- antikörperen ist dass man eine Eindussierung macht Also nicht die volle Dosis direkt zum Start gibt, sondern mit einer deutlich geringen Dosis anfängt und dann erst einige Tage später die nächste höhere Dosis gibt.

00:12:53: Einige Tage später wiederum die nächste Höhere bis man bei der Zildosis angelangt ist.

00:12:58: Man hat auch eine gewisse Flexibilität wie viele Tage man zwischen den einzelnen Gaben lässt.

00:13:03: Denn auch dort wirkweise ist ja von der Idee die gleiche das Abwehrsystem soll sich aufs Mülom stürzen und es macht das sehr schnell.

00:13:10: Das heißt auch da fühlt sich für dem Patient an als hätte er eine Infektion ist Fieber eben etwas womit wir rechnen, weil es sehr häufig ist.

00:13:19: An unserem Zentrum führen wir es deswegen beispielsweise statt zur Nähe durch.

00:13:22: das würde ich sagen tun in Deutschland auch die meisten Zentren gibt aber tatsächlich auch schon Ansätze dass eben ambulant zu machen wenn man eine sehr engmaschige Überwachung gewährleisten kann damit man eben wenn Fiebe auftritt was das klassische Symptom von diesem Zytokinsturm ist, der auch in dieser Eindosisphase auftreten kann.

00:13:41: Das ist bei beiden Therapien gleich?

00:13:43: Genau!

00:13:43: Weil die Wirkmeise ist ja von der Idee her genau die Gleiche.

00:13:47: Nur der Ablauf der Therapie ist etwas anders und bei der bispizifischen Antikörpertherapie habe ich eben die Möglichkeit, die nächste Dosis hinaus zu zögern bis dieser Zytokensturm wieder abgeflaut ist also die Patientin kein Fieber mehr hat.

00:14:01: Ich kann das alles ein bisschen feiner steuern.

00:14:06: Was gerade bei Patienten mit vielen Begleiterkrankungen sind, z.B.

00:14:10: zwar sehr schwer herzkrankt, da denke ich, wo jetzt hohes Fieber ist, über drei, vier, fünf Tage hätte ich Bauchschmerzen?

00:14:16: Ja!

00:14:17: Das ist natürlich schön, wenn ich die nächste Gabe hinauszögern kann gucken, dass alles wieder unter kontrollierten Bedingungen ist und dann erst die nächste Gabel geben.

00:14:27: Wenn ich die Zielloses erreicht habe, geht der Patient in die Tagesklinik zum Niedergelastung.

00:14:32: Kollegen Fort, das ist grundsätzlich erst mal als Dauertherapie gedacht.

00:14:41: Weil wir auch schon Erfahrungen haben, wenn man dann vormals frühzeitiger aufgehört hat sieht man oft dass sie das Ansprechen noch deutlich deutlich länger hält.

00:14:49: also auch schon mit einer kürzeren Therapie sieht man da sehr gute Therapierfolge.

00:14:53: und wo wir mittlerweile auch Erfahrung haben es dann im weiteren Verlauf die Abstände zwischen den einzelnen Gaben zu strecken so dass der Patient die Patienten gar nicht mehr so oft zum Onkologen kommen muss für die Therapien

00:15:05: Wie engmarschig ist es denn am Anfang und wie stark kann's dann ausgedehnt werden später?

00:15:10: Also diese Step-up Dosierung, also das Einlösieren ist typischerweise alle

00:15:14: paar Tage.

00:15:15: Und da geht man auf wöchentlich oder zweivöcheliche Intervalle und kann auch auf monatliche

00:15:21: Intervallen strecken.

00:15:23: Jetzt hat man ja von der KT Zelltherapie weiß er klar, dass es eine Infusion.

00:15:27: und sind das dann Tabletten?

00:15:28: oder was kriegt man da?

00:15:29: Das sind klassischerweise als Subkotanspritzen, die meisten bispizifischen Antikörper gibt auch welche, die grundsätzlich als Infusion funktionieren.

00:15:40: Tabletten gibt es noch nicht!

00:15:42: Die Antikörfer werden meistens gespritzt.

00:15:47: Und jetzt hat man vorher über diese neurologischen Nebenwirkungen gesprochen?

00:15:51: Gibt es sie bei den bispzifischen auch?

00:15:53: Die gibt es da auch, weil die Idee ist ja die gleiche.

00:15:56: Das Abwehrsystem ist zu aktiv und kann mit überreagieren und neurologische Nebenwirkungen machen.

00:16:03: Das kann bei den bispizifischen Antikörpern auftreten.

00:16:07: Diese neurologischen Nebenwürcungen während des Staats der Therapie bei den KT-Zellen ... Klar, gibt's nur eine Therapie direkt danach bei den biispizipischen Antikkörpern klassischerweise in dieser Eindosierungsphase sind im Regelfall alle komplett wieder reversibel.

00:16:20: Man beobachtet den Patienten dann muss ... eventuell was geben, um das Abwehrsystem zu dämpfen.

00:16:26: Dann hört das ja alles wieder auf und der Patient geht dann quasi normalerweise gesund nach Hause bei den bispizischen Antikörpern für die weitere Therapie, bei den KT-Zellen im Endeffekt für die engmaschige Nachsorge.

00:16:38: Und die weitere Therapie?

00:16:40: D.h.,

00:16:41: da muss jemand da sein, diese subkulturelle Spritze gibt kann das der Patient auch selber oder der Partner?

00:16:48: Es ist tatsächlich eine onkologische Therapie eben noch in den Händen der Onkologen ist.

00:16:53: Das heißt, es kann leider weder der Patient noch der Hausarzt sondern muss dann eben der betreuerende Onkologe fortführen.

00:16:59: Ah okay!

00:17:00: Weil?

00:17:01: Weil das sich im Endeffekt um ein Chemotherapeutikum hand-.

00:17:05: Also es ist keine klassische Chemotherapie aber sie denkt an Krebsmedikaments sozusagen was eben dann speziell von Onkologen verabreicht wird denn Es ist von der Gabel natürlich ganz unkompliziert Aber sind durchaus Dinge die berücksichtig werden müssen bei der Kartizeltherapie ganz offensichtlich, aber auch bei den bispezifischen Antikörpern.

00:17:24: Die wesentliche Nebenwirkung, die man auf lange Sicht hat bei den bispezifischeren Antikörbern ist eine Abwehrschwäche, sodass die Patienten doch relevant anfällig sind für Infektionen.

00:17:37: Deswegen ist es schon wichtig, dass man da im engmaschigen Kontakt mit seinem behandelnden Arzt ist, das man bei einem Infekt als Patient eben sofort kommt und die Patienten brauchen alle Schutzmedikamente gegenüber bestimmten Infektionen.

00:17:51: Eine wesentliche Achse des Schutzes für Infektion, was die allermeisten Patienten bekommen sind auch Infusionen mit Immunglobulin also mit gesunden Antikörpern weil sich die bispizifischen Antikörbern so effektiv gegen die Plasmazellen, was ja die Ursprungszelle des Myolomes ist richten dass eben auch keine gesunden Anti-Körper mehr gebildet werden und das macht dann eben doch eine relevante Abwäschung.

00:18:14: infektionen wirklich das Hauptproblem wie spezifische Antikorben.

00:18:17: Wir wissen aber, wie wir davor schützen können.

00:18:19: Aber wir müssen es halt auch machen!

00:18:21: Jetzt spreche ich mal, würde ich gerne einfach nochmal so sagen, KT-Zelltherapie und bifspezifische Antikörper zusammen betrachten?

00:18:26: Also die typischen Nebenwirkungen wie Übelkeit tritt auf ja oder nein?

00:18:32: Also haben wir eigentlich jetzt nicht von den Therapienausnahmen sozusagen... Es gibt ja bei den KT Zellen eine vorbereitende Chemotherapie, die kann natürlich die Überkeit machen ist allerdings von der Dosis von den Substanzen, die gegeben wird Klassischerweise eigentlich kein Problem.

00:18:48: Haarausfall?

00:18:49: Ist auch nicht zu erwarten, denn wir haben ja eine Immuntherapie.

00:18:55: Was haben wir noch so ... große Schwäche!

00:18:59: Erschöpfung, Fatigue...

00:19:01: Schwäche-Erschöpfung, fatigue sind Symptome die wir leider nach allen Therapien häufig sehen.

00:19:10: viel

00:19:11: von diesen Beschwerden macht natürlich auch das Myelom selber.

00:19:14: So dass wir bei allen diesen Therapien, die einfach so effektiv gegen das Myelohmens entsehen, dass wir einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität der Patientinnen haben gibt ja bestimmte Fragebögen mit denen man versucht sowas zu messen weil es ist sonst schwierig zu mess'n.

00:19:27: Das myeloma ist aber so gut kontrolliert bei diesem Therapie, dass sich die Patienten deutlich besser damit fühlen.

00:19:34: Aber grundsätzlich kann eben sowas wie Fatigue durch diese Therapien mit rausgelöst

00:19:38: werden.

00:19:39: Jetzt haben wir schon ein bisschen über neurologische Symptomatik gesprochen.

00:19:42: Jetzt würde ich mal ganz konkret anfragen Polyneuropathie, also Beschädigung der Nerven, dass man dann später so mal mit Händen und Füßen kribbeln usw.

00:19:51: Also auch anderen neurologischen Nebenwirkungen können im späteren Verlauf auftreten.

00:19:55: Polyneuroopathie ist so klassisch wie wir das zum Beispiel nach Proteasom-Inhibitoren sehen und in der Menge sehen wir nicht.

00:20:01: Es gibt tatsächlich Berichte von... Nervenstörung im weitesten Sinne, auch mal so eine Lähmung vom Gesichtsnerfen kann Passagiere auftreten.

00:20:12: Insgesamt alles viel seltener als wir das unter anderen Myelomtherapien sehen aber wird durchaus in selten Fällen später noch berichtet

00:20:22: und dann wird hier oftmals auch dieser Brainfork berichtet also dass man ein bisschen umnebelt ist.

00:20:27: jetzt hat mir darüber gesprochen dass es sozusagen in der akuten Therapie durchaus auftritt.

00:20:31: aber wie geht es denn langfristig?

00:20:34: Also in meiner persönlichen Erfahrung geht es den meisten Patienten langfristig sehr gut damit, idealerweise dass sie auch einfach komplett in den Alltag wieder zurückgehen.

00:20:42: Gerade nach dem KT-Zell muss man sagen ist das für viele Patientinnen und Patienten so ein Acheffekt weil die schon gewöhnt sind, dass hier immer auf diesen Myolomendauertherapien sind und irgendwie ständig da irgendwelche Medikamente kriegen, die ja alle gewisse Nebenwirkungen haben.

00:20:55: Und da ist natürlich so eine Einmaltherapie, dann ist man auf einmal fertig.

00:20:58: Natürlich muss man zum Onkologen gucken, dass man keine Infektionen kriegt und bestimmte Sachen auf die man aufpassen muss aber trotzdem erst mal auf lange Sicht therapiefrei zu sein.

00:21:07: Es ist natürlich super!

00:21:08: Da treten all diese Beschwerden, die die Patientin ja leider oft schon gewöhnt sind von den Vortherapien ... Da ist doch auch viel Nebenwirkung, die man vielleicht schon mitgemacht hat.

00:21:19: Die hat man dann nicht mehr weil ja gar keine Therapiestart findet.

00:21:21: das ist natürlich ganz klasse.

00:21:23: Das ist natürlich wirklich ein super wichtiger Aspekt, dass man tatsächlich dann endlich mal therapiefrei ist.

00:21:28: Und so der Alltag?

00:21:29: Wie kann denn – ich sehe es noch einmal wieder beide zusammen betrachtet – sowohl die KT-Zelltherapie wie biespezifische Antikörper.

00:21:35: Wie kann man den Alltag gestalten?

00:21:38: Also ich weiß das oftmals bei multiple Violom ihre ältere Patienten getroffen sind aber vielleicht trifft es ja auch mal Menschen, die immer noch im Arbeitsalter sind.

00:21:47: Kann man dann wieder nach der Therapie wieder arbeiten gehen?

00:21:50: oder wie sieht das aus?

00:21:52: Absolut.

00:21:52: Ich würde sagen, die meisten von den jüngeren Patienten, also die doch im Arbeitsalter sind sozusagen, die arbeiten danach.

00:21:59: Thema Infektion ist eben was wo man aufpassen muss aber insbesondere dass man seine Profilaxen nimmt und dass man reagiert bei Infekt.

00:22:06: Aber ansonsten ist man im Regelfall voll arbeitsfähig auch bei dem bispezifischen Antikörpern.

00:22:12: Da ist ja relativ viel Pause im weiteren Verlauf zwischen den Gaben dazwischen.

00:22:16: Und die eigentliche Gabe dauert ja nicht so furchtbar lange, das heißt da können die Patienten auch in den Arbeitsalltag

00:22:23: wieder zurück.

00:22:24: Jetzt haben wir alles was Spaß macht im Leben also keine Ahnung.

00:22:27: fangen wir mal an mit dem was Spaß und gesund ist zum Beispiel Wandern gehen.

00:22:33: Also Sport ist sehr extrem förderlich... quasi für alle Krebsarten gezeigt, dass es auch prognostisch günstig ist.

00:22:39: Und fürs Myologen, wo ja die Knochen angegriffen sind natürlich noch mal sinnvoller.

00:22:44: Klar, darf man und soll man auch tun unter den Therapien?

00:22:49: Und nach dem Therapien bei den Kartizellen ist er dann fertig

00:22:51: sozusagen.

00:22:53: Aber das bringt jetzt mir nochmal eine ganz andere Frage in meinen Kopf.

00:22:56: Jetzt funktionieren diese Therapien indem sie auf das Immunsystem agieren.

00:23:01: kann ich meine Grippeimpfung

00:23:02: haben?

00:23:03: Sehr, sehr gute Frage.

00:23:05: Impfungen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil des Abwehrschutzes sozusagen.

00:23:11: Das heißt man empfiehlt, dass die Patienten unter anderem sich gegen Grippe impfen.

00:23:16: aber auch nach der KT-Zeltherapie empfehlt man, dass man andere Impfungen wieder auffrischt.

00:23:23: So ähnlich wie man das nach Stammzeltransplantation kennt.

00:23:25: also dass man wirklich alles an Infektschutz was man irgendwie machen kann mitnimmt und da sind natürlich die Impfung ein ganz wichtiger Bestandteil.

00:23:32: wichtig ist die sind verboten, wenn man Abwehrgeschwächt ist.

00:23:36: Das sind in Deutschland aber sehr wenige Impfstoffe.

00:23:40: Die würde man nicht durchschüren, solange noch Abwehrschwäche vorliegt.

00:23:43: Aber alles andere ist erlaubt und wird aktiv empfohlen sozusagen.

00:23:47: Ah ja!

00:23:49: Also das Immunsystem ist sozusagen noch offen für weitere Informationen und kann das auch noch verarbeiten?

00:23:54: Ganz genau.

00:23:56: Was zur Lebensqualität ja auch immer gehört, ist Essen gehen.

00:23:59: Oder überhaupt Essen genießen und kochen usw.

00:24:02: Wie ist es denn damit?

00:24:03: Muss man da gewisse Dinge beachten?

00:24:06: Ganz berühmt Sushi.

00:24:07: Darf man Sushi essen oder Rohmilchkäse?

00:24:11: Auch

00:24:11: eine sehr gute Frage!

00:24:12: Früher war man extrem streng was Essen angeht.

00:24:14: mittlerweile weiß man das kaum.

00:24:17: Infektionen auftreten die tatsächlich... durch Essen bedingt sind, sodass man sehr großzügig geworden ist.

00:24:22: Allerdings bestimmt Hochrisikonahrungsmittel wie jetzt eben dann der Ruhefisch das rohe Ei die rohe Milch also nicht pasteurisierte mich.

00:24:32: die würde man ja tatsächlich nicht empfehlen weil es da doch schon zu Infektionen kommen kann.

00:24:38: ansonsten ist aber nicht so dass jedes Lebensmittel geschält werden muss bevor man es essen darf oder alles komplett durchgekocht sein muss, sondern man darf auch Hochkost essen, wenn ihr jetzt eben sauber gewaschen ist.

00:24:49: Aber bestimmte Hochrisiko-Lebensmittel sollte man

00:24:52: meiden.".

00:24:53: Was ist denn jetzt eine realistische Erwartung von Betroffenen?

00:24:57: Wenn Sie jetzt eine KT-Zelltherapie machen oder bifizifische Antikörper ... was dann diese bewirken?

00:25:05: Das ist natürlich die Frage, die im Endeffekt alle Patientinnen und Patienten stellen.

00:25:10: Das, was man erwarten kann, hängt natürlich extrem von Patient zu Patient ab.

00:25:14: Wir versuchen das immer etwas einzuschätzen, wenn man schaut wie viele Therapien sind schon erfolgt?

00:25:18: Wie wurde darauf angesprochen haben wir vielleicht hochrisikogenetische Marker die es einem vielleicht schwerer machen können.

00:25:25: Grundsätzlich ist es so dass wir einen Ansprechen erwarten also dass der Erkrankung besser wird.

00:25:32: das kann bei der KT-Zeltherapie fast allen Patienten erzielt werden bei den bispizifischen Antikörpern auch, bei der überwiegenden Mehrzahl.

00:25:41: Also dass es erst mal besser wird.

00:25:43: und die goldene Frage ist ja aber wie lange hält das Ganze?

00:25:46: Auch das unterscheidet sich denn wir haben da ganz große Spannbreiten.

00:25:50: Wir sehen wenn man tatsächlich eine vollere Mission erziehlt dann kann das extrem lange halten Wenn man nur ein Teil ansprechen erzielen hält das oft nicht so furchtbar lang.

00:25:59: also da ist tatsächlich auch nochmal einen Unterschied zu dem anderen alten Therapien, wo man ja mit einem langanhaltenden Teil ansprechen auch ganz glücklich war.

00:26:08: Bei den Immuntherapien scheint es jetzt so zu sein wenn man kein tiefes Ansprechen erzieht dann ist die Ansprechdauer doch noch mal relevant kürzer.

00:26:16: also das tiefe Ansprechen ist da wichtig.

00:26:19: Kann man das verstehen?

00:26:20: Warum das mal so und mal so?

00:26:21: Es gibt sozusagen irgendwie ein Indikator warum der eine tief ansprechende andere nicht.

00:26:28: Man versucht das immer besser zu verstehen.

00:26:30: Wir sehen zum einen, früher ist es besser irgendwie logisch dann ist das Abwehrsystem fitter.

00:26:36: wir sehen auch dass es gerade den KT-Zellen deutlich leichter

00:26:40: fällt

00:26:40: dieses tiefe Ansprechen zu erziehen wenn schon vorher möglichst wenig Mühlung da war.

00:26:45: deswegen versuchen wir diese überbrückende Therapie so gut wie möglich zu machen.

00:26:48: Auch das kann man sich gut vorstellen.

00:26:50: ich gebe hier eine begrenzte Anzahl KT Zellen.

00:26:52: Wenn die jetzt super viele Mühlungszellen adressieren muss zovermehren sich die KT zellen.

00:26:56: aber das ist trotzdem irgendwie ein ungünstiges Verhältnis, während wenn es genau andersrum ist.

00:27:00: Ich habe nur minimal wenig Milumzellen und die KT-Zellen sollen jetzt nur noch die letzten Zellen erwischen.

00:27:05: Es ist natürlich deutlich einfacher.

00:27:06: Das heißt das ist zum Beispiel auch den ganz wesentlicher prognostischer Faktor.

00:27:10: Grundsätzlich ist es so dass wir nach den KT zählen tatsächlich mit einem Ansprechen über viele Jahre rechnen.

00:27:16: bei den bispizifischen Antikörpern in der Monotherapie also nur einen bispisifische Antikörper alleine ist man im Schnitt Bei einem guten Jahr, wobei man sagen muss, dass die Spanne riesig ist.

00:27:29: Die, die in den Tiefes ansprechen, erzielen, das ist deutlich länger.

00:27:32: Wir haben jetzt in Studien neue Ergebnisse zu Kombinationen von bispezifischen Antikörpern mit anderen Medikamenten.

00:27:40: Da sieht es noch mal deutlich besser aus auch wenn man die bispezifische Antikörper viel früher einsetzt.

00:27:48: Das wird sich sicherlich in der Zukunft deutlich verbessern.

00:27:51: Und das sind durch die Frage, wie die Patienten besonders bewegt ... Ist denn mit diesem Therapien vielleicht das Multimilum heilbar?

00:28:01: Das ist die goldene Frage, die wir alle wissen wollen.

00:28:05: Man muss sagen man hat noch keine Nachbeobachtungszeit.

00:28:08: jetzt lange genug ist um das zu sagen.

00:28:11: wie gesagt es gibt jetzt Daten fünf Jahre nach KT-Zellen.

00:28:15: ein Drittel hat noch keinen Milumen bekommen.

00:28:17: ist es jetzt seit zehn Jahren dann immer noch weg?

00:28:18: bei denen weiß man nicht.

00:28:21: Es ist sicherlich so dass die Heilungchance auch nochmal unterschiedlich ist ob ich Ich bin jetzt ein Mühlohm-Patient, der eine Kathezeltherapie bekommt.

00:28:30: Oder ob ich ein Vierzigjägerpatient mit einer Kathezeltherapie bin?

00:28:36: Man spricht bei Müh lohm teilweise von einer funktionellen Heilung, weil man sich noch nicht so ganz traut das Wort Heilung in den Mund zu nehmen.

00:28:42: Gemeint ist damit ... Das Müh Lohm ist weg bis zum natürlichen Lebensende des Patienten!

00:28:46: D.h.,

00:28:47: der Fünfundsebzigjährige stirbt vielleicht mit Fünfund Achtzig an einem Herzinfarkt des Müh Lohmes.

00:28:51: bis da nicht wiedergekommen war es jetzt weg für immer Man weiß es nicht für den jeweiligen Patienten.

00:28:56: Es ist im Endeffekt egal, das nennt man dann Funktionellheilung.

00:29:00: Das heißt die Therapie hält so lange bis der Patient an etwas anderem verstirbt.

00:29:06: Das ist natürlich deutlich leichter zu erzielen wenn man eben schon etwas älter ist als wenn man sehr jung ist wo man einfach ja noch ganz viel natürliche Lebenszeit vor sich

00:29:15: hat.

00:29:15: Aber es ist auf jeden Fall sehr schön, dass wir wirklich mit diesen neuen Therapien jetzt so einen positiven Ausblick haben.

00:29:21: Und ich meine auch die Forschung geht weiter.

00:29:22: Das heißt das gibt ja auch noch weitere Suche nach den nächsten Möglichkeiten an Therapien oder vielleicht auch Kombination von Therapien, sodass ich glaube in Summe der Ausblick für Patienten mit einer Multiple-Myolomerkrankungen schon sehr positiv

00:29:36: ist.

00:29:37: Absolut!

00:29:37: Das hat sich sicherlich alles deutlich verbessert.

00:29:39: Wir haben jetzt mit diesen beiden Substanzklassen Kratizäer, biespezifische Antikörper nochmal ganz tolle Therapiestrategien und wir beobachten gerade in Studiendaten, dass die immer weiter nach vorne rücken mit in Studien ganz beeindruckenden Ergebnissen.

00:29:54: Das heißt da gehen wir davon aus das auch schon mit den gleichen Substanz wenn man sie früher einsetzt noch mal mehr erzielbar ist.

00:30:00: Und wie Sie auch gesagt haben es wird weiter geforscht.

00:30:02: Man guckt gibt es einen guten Kombinationspartner?

00:30:05: oder kann ich die einzelne Strategie nochmal besser machen?

00:30:08: bi-spezifische Antikörper, trispezifischer Antikörper.

00:30:11: KTZL Dualcast also dann gegen mehr Oberflächeneiweiß.

00:30:16: Also da versucht man nochmal so ein bisschen fein zu tunen ob man da noch mal was verbessern kann.

00:30:20: von daher Da wird sicherlich die Zukunft auch noch viel Positives bringen.

00:30:24: Das klingt wirklich sehr beeindruckend!

00:30:25: Wann machen wir unsere nächsten Filmen in einem Jahr oder in zwei Jahren?

00:30:28: Man hat ja das Gefühl man muss jetzt immer früher nachlegen weil sie sich so schnell etwas tut.

00:30:32: Von daher würde ich sagen gleich mal dran

00:30:33: Ja, sehr schön.

00:30:34: Ganz herzlichen Dank vor Dr.

00:30:35: Giesen.

00:30:36: Vielen lieben Dank für diesen Überblick

00:30:37: Sehr gerne.

About this podcast

Im Internet finden sich sehr viele Informationen rund um das Thema Leukämie und Krebs. Aber welche sind seriös und welche überhaupt relevant?

Wir haben in unserem Leukämie-Lotsen aus einer Reihe von Patienteninterviews die häufigsten Fragen ermittelt und zusammengetragen. Im Anschluss daran haben wir bei den großen und seriösen deutschen Krebs-Stiftungen nach den passenden Antworten und Erklärungen gesucht. Diese haben wir noch durch ein paar andere Quellen ergänzt, die komplexe Themen transparent und leicht verständlich erläutern. Mittlerweile haben wir den Themenbereich über Leukämie hinaus erweitert und behandeln auch wichtige Informationen für Tumorpatienten.

Hier, im Leukämie & Tumor Lotsen, haben wir für Sie die relevantesten und verständlichsten Antworten zu allen wichtigen Fragen rund um die Erkrankung, die Therapie, aber auch um Themen wie Sozialrecht und Fürsorge für sich selbst sowie Freunde und Angehörige zusammengestellt.

by Strube-Stiftung

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