00:00:00: Was bringt denn eine Bestrahlung zusätzlich zur Operation?
00:00:03: Also wenn jetzt zum Beispiel der Tumor schon entfernt wurde, warum braucht man denn dann noch eine bestrahlung.
00:00:08: Ich selber hatte auch eine Strahlentherapie in den neunziger Jahren.
00:00:11: Kann man das überhaupt noch vergleichen was damals war und heutzutage?
00:00:13: Ziel der Strahlenderapie ist die DNA so zu beschädigen sodass Tumorzellen, die nicht mehr teilen kann und der Dummer nicht mehr wachsen kann.
00:00:23: Und irgendwann dann kleiner wird und ganz verschwindet.
00:00:26: Viele Patienten haben eine sehr große Angst vor allem wenn sie hören Strahlentherapie, Strahlung, das hört sich immer so gefährlich an und verstehen gar nicht so richtig dass es eine Therapie ist, die notwendig ist um einfach die Heilungschancen noch zu erhöhen.
00:00:43: und dann besprechen wir das in Ruhe mit den Patienten.
00:00:46: Heute sprechen wir über ein Thema, das bei vielen betroffenen große Fragen aufwirft.
00:00:50: Bestrahlung bei einem Weichgewebesakum?
00:00:53: Das Thema bestrahlung ist ja oft mal so ein bisschen abstrakt und schwer zu verstehen.
00:00:58: Und die Betroffenen fragen sich dann, warum brauche ich das überhaupt?
00:01:01: Wozu ist es gut?
00:01:03: Was ist denn die Zielsetzung dabei?
00:01:06: Heute sprechen mir mit Frau Dr.
00:01:07: Simeonova.
00:01:08: Sie ist Oberärztin für Strahlentherapie- und Radiounkologie am Universitätsklinikum Mannheim.
00:01:13: Vielen Dank dass sie sich heute Zeit nehmen.
00:01:16: Das Weichgewebe-Sakome wird ja oftmals, man nennt es multimodal.
00:01:19: D.h.,
00:01:20: dass man ganz unterschiedliche Therapieansätze hat für die Therapie.
00:01:25: und die Frage ist, welchen Aspekt deckt denn die Strahlentherapie hier ab?
00:01:31: Genau!
00:01:32: Die Weichtheiserkommens sind Tomore, die zu meinen sehr selten sind.
00:01:37: Wir wissen nur ein Prozent aller Tomoren sind Weichthaiserkomme und deswegen sehr wichtig, dass wir immer die richtige Therapieentscheidung treffen.
00:01:50: Die meist auch in einem SAKOM-Zentrum getroffen wird.
00:01:54: Die Patienten sollten in einem Sakomzentrum behandelt werden und jeder Patient wird individuell im sogenannten Tumorboard besprochen, unserem Sakom-TumorBoard.
00:02:04: Und die Strahlentherapie ist nur ein Teil der Behandlung sogenannten multimodalen Behandlung, die meist aus Chirurgie besteht.
00:02:14: Aus vielleicht Systemtherapie und vielleicht auch andere therapeutische Verfahren je nachdem.
00:02:21: Und die Strahlentherapie ist dazu da dass wir das Risiko reduzieren, dass der Tumor wieder an derselben Stelle auftritt.
00:02:31: Es gibt dann in diesem Fall die Möglichkeit vor der Operation zu bestrahlen, nach der Operation.
00:02:37: Oder als alleinige Therapie die Therapie durchzuführen?
00:02:42: In welcher Situation wird eine Strahlentherapie empfohlen oder wann empfehlen Sie das?
00:02:46: Das ist auch von dem Tumor abhängig und aber auch von den Patienten abhängiger.
00:02:52: Aber generell sagt man bei Tumoren, die größer sind, die tiefer im Gewebe liegen ... Schlechter differenziert ist das sogenannte Grading, was wir dann immer wieder hören.
00:03:05: Also ein höheres Grading haben sollten bestrahlt werden, also Tumoren in dieser Situation und auch vom Tumortyp tatsächlich weil es gibt ja auch sehr viele unterschiedliche Sarkoentypen.
00:03:19: Oftmals wird der Begriff genannt lokale Kontrolle, was versteht man denn eigentlich genau darunter?
00:03:24: Da versteht man, dass wir unser Ziel der Therapie ist, dass der Tumor nicht an derselben Stelle wieder auftritt.
00:03:33: Weil wir dann das Problem haben, dass es vielleicht schwierig ist eine Operation durchzuführen aufgrund der Tummolokalisation vor allem wenn die Tumoren in der Nähe von Nerven liegen oder andere Organe.
00:03:49: Wenn der Tumor wieder auftritt, kann es generell sehr schwierig sein.
00:03:53: Noch mal eine Operation durchzuführen und deswegen ist es sehr wichtig, dass man eine lokale Kontrolle wenn möglich ist zu erzielen also das der Tume nicht wieder da aufträgt.
00:04:05: Was bringt denn eine Bestrahlung zusätzlich zur Operation?
00:04:08: Also wenn jetzt zum Beispiel der Tuma schon entfernt wurde was eigentlich würde man sich ja vorstellen dann ist der Tumo schon weg.
00:04:15: warum braucht man den dann noch eine bestrahlung?
00:04:17: Genau das ist die Frage, die wir auch immer von den Patienten gestellt bekommen.
00:04:20: Der Tumor ist doch jetzt weg.
00:04:22: Warum muss ich noch mal eine Strahlenderapie bekommen?
00:04:26: Und ... Wir wissen es bei Weichtheiser Krumme ist das Risiko relativ hoch, dass die weder an derselben Stelle auftreten.
00:04:36: diese genannte lokale Kontrolle und wenn der Chirurg den Tumors entfernt Er entfernt ja das, was er sieht mit einem Sicherheitsabstand.
00:04:46: Aber es besteht das Risiko, dass Tumorzellen noch übriggeblieben sind und wenn diese Tumoren noch da sind.
00:04:53: nach Monaten Jahren kann wieder der Tumore hier auftreten und deswegen besprechen wir dann interdisziplinär immer ob eine strahlendere Benotwendigkeit ist nach der Operation um einfach dieses Risiko zu reduzieren.
00:05:09: Also selbst wenn der Sicherheitsabstand bei der Operation eingehalten werden konnte, ist das Risiko trotzdem noch da?
00:05:16: Nicht bei allen Tumoren.
00:05:17: Es gibt ja auch Tumornen, wenn die kleiner sind und nicht so tiefgelegen oder ein nicht zu höheres Grading haben, also besser differenzierte Tumorzellen.
00:05:28: Dann könnte man überlegen, das einfach enkmachiger nachzusorgen.
00:05:34: Wenn das aber nicht der Fall ist ... wissen wir von Studien, die wir im Laufe der Jahre auch durchgeführt haben.
00:05:42: Dass das Risiko trotzdem hoch ist und dass der Tumor wieder an derselben Stelle auftritt.
00:05:49: Deswegen empfehlen wir eine Strahlenderapie.
00:05:53: Und gibt es auch Situationen wo man Bestrahlung dann eher nicht empfeheln würde?
00:05:57: Wie gesagt wenn der TUMOR kleiner war oder ... die Tumorzellen nicht so hoch differenziert waren, könnte man überlegen einfach eigentlich nachzusorgen.
00:06:08: Oder aber wenn der allgemeine Zustand des Patienten das nicht zulässt, dass wir nochmal eine Strahlentherapie durchführen oder als Beispiel die Lage von dem Tumore es nicht erlaubt, eine Strahlintherapie nach der Operation durchzuführen zu verschiedenen Gründen dann ... empfehlen wir die Engmasche
00:06:28: genachsorge.
00:06:29: Haben Sie dann ein Beispiel dafür?
00:06:30: Was wäre so eine Situation, wo man es auch nicht zu den
00:06:33: Lager lässt?
00:06:35: Zum Beispiel irgendwo in der Nähe von einem Darm ... Weil wir wissen im Bauch und Abdomenbereich haben wir Darm was sehr sensibler ist, was die Strahlenterapie angeht.
00:06:50: Und da ist das so, dass ... Wir wissen die Dosis, die wir ... verabreichen können, ist dann nicht ausreichend hoch genug um die Tumorzellen auch zu vernichten sozusagen.
00:07:04: Die übrig geblieben sind?
00:07:06: Dann sagen wir, dann warten wir lieber ab, sorgen nach und wenn dann tatsächlich der tumor wieder auftritt, dann überlegen wir vom neu an ob wir dann bestrahlen oder doch wieder eine Rezeption stattfinden
00:07:19: kann.
00:07:20: Also ist so ein bisschen eine Risikoabschätzung.
00:07:22: Ich glaube, für Patienten ist das vielleicht teilweise schwer zu verstehen, dass man sagt, man wartet ab, dass der Tumor wieder kommt?
00:07:27: Aber wahrscheinlich ist dann doch der Schaden durch die Bestrahlung okay.
00:07:30: Wir
00:07:31: müssen immer abschätzen Risiko und Nebenwirkungen oder ... Ja.
00:07:37: Es könnte ja auch eine Situation sein, wo ein Patient für sich entscheidet, ich will keine Bestrahlungen.
00:07:41: Mancher hat es schon im Anfang gesagt, dass es oft mal ein bisschen unheimlich ist Wenn ein Patient von sich aussagt, ich will das nicht.
00:07:52: Wie setzen Sie das ein?
00:07:53: Welche Alternativen gibt es dann überhaupt?
00:07:56: Das ist auch immer eine wichtige Frage.
00:08:00: wie stehen die Patienten zu der Therapie?
00:08:02: und viele Patienten haben sehr große Angst vor allem wenn sie hören Strahlentherapie, Strahlung.
00:08:09: Das hört sich immer so gefährlich an Und für viele Patienten ist es auch tatsächlich so, dass die vielleicht mal in der Familie schon mal Familieangehörige oder Freunde hatten, die eine Bestrahlung bekommen haben.
00:08:24: Als letzte Therapiemöglichkeit.
00:08:26: und dann wenn die auch noch hören ich bekomme eine Strahlentherapie, dann denken das die letzte Therapie die ich habe und dann das war's Und verstehen gar nicht so richtig, dass das in dieser Situation vielleicht mal eine Therapie ist die notwendig ist um einfach die Heilungschancen dann noch zu erhöhen.
00:08:47: Dann besprechen wir das in Ruhe mit den Patienten klären machen richtige Aufklärung und wenn tatsächlich auch nach der Aufklärungen die Patient weiter hier in die Strahlentherapie nicht wünschen oder Angst davor haben, dann müssen wir das auch So akzeptieren und besprechen dann, was es für weitere Möglichkeiten gibt.
00:09:08: Ob vielleicht eine Systemtherapienfrage kommt oder einfach
00:09:11: ... Chemotherapiewerte?
00:09:13: Ja, eine Chemotherapiede.
00:09:15: Oder aber auch einfach Abfaden einer eng maschigen Nachsorge.
00:09:19: Es haben Sie ein Stichwort gegeben, das bei mir gleich Erinnerungen geweckt hat.
00:09:25: Ich selber hatte auch eine Strahlentherapie in den Neunzigerjahren.
00:09:27: Also ist wirklich ewig, ewig her!
00:09:30: Da hat sich doch einiges geändert seitdem, oder?
00:09:32: Wenn ich jetzt als Tante von irgendjemandem sagen würde, das war ganz schlimm damals und so weiter, dann sofort kann man das noch vergleichen.
00:09:39: Was damals war und heutzutage nein.
00:09:41: Das
00:09:41: kann man gar nicht mehr vergleiche.
00:09:43: Die Technik hat sich in den letzten Jahren sehr weit entwickelt.
00:09:49: Allein als ich angefangen habe zu arbeiten in der Strahlentrepizit schon fast zwanzig Jahre ... Da hatte tatsächlich fast jeder Patient eine Hautreaktion, die nicht so schön war.
00:09:59: Heutzutage sehen wir das gar nicht mehr.
00:10:03: Die Patienten verlassen die Strahlentherapie mit Null-Hautreaktionen zum Teil.
00:10:09: Klar es gibt weiterhin Hautrektionen aber die Nebenwirkungen sind deutlich weniger geworden weil die Bestrahlungstechniken einfach sehr sehr weiterentwickelt
00:10:20: haben.
00:10:20: Also das freut mich wirklich ernsthaft, das zu hören.
00:10:23: und die Message wäre dann sozusagen lasst euch nicht irgendwelche Stories von da.
00:10:27: zumal erzählen heute ist anders.
00:10:29: Ganz genau.
00:10:30: Und jeder Patient ist auch anders.
00:10:32: man kann eine Bestrahlung nicht mit der anderen vergleichen.
00:10:38: Sie hatten sie auch noch ein weiteres Stichwort gesagt dass oftmals die Patienten wenn sie hören dass sie bestrahlt werden sollen so mental das so ab einsortieren, wie das ist jetzt alles ganz schlimm.
00:10:47: Ich werde nur deswegen bestrahlt weil es ganz schlimm ist und vielleicht eben die letzte Behandlung, die sie überhaupt noch gibt.
00:10:53: Stimmt diese Einsortierung so?
00:10:55: Nein vor allem bei den Sakomen ist Strahlentherapie Teil der heilende Therapie sozusagen und der Teil der multimodalen Therapie.
00:11:06: Strahlendherapies zusammen mit der Operation ein wichtiger Bestandteil der Therapie Die letzte Möglichkeit.
00:11:16: natürlich gibt es auch Fälle, die sogenannten palliative Fälle.
00:11:19: Wo wir tatsächlich zur Symptomlinderung eine Strahlentherapie empfehlen.
00:11:27: Aber das ist nicht bei allen Patienten so.
00:11:32: Also wenn es so wäre, dass man eben diese sogenannte palliative Bestrahlung macht, wird ja vorher ganz klar kommuniziert?
00:11:38: Das wird immer ganz klar komuniziert.
00:11:39: Ob das jetzt
00:11:39: eben für zur Heilung dient oder ob es eben ... Lebensqualität, Erhöhung oder Schmerzlinderung dient.
00:11:46: Genau.
00:11:48: Das heißt Patienten müssen sich da nicht irgendwas ausdenken?
00:11:50: Nein das wird klar kommuniziert.
00:11:54: mit den Patienten wird alles auch besprochen weil es meist auch unterschiedliche Dauer der Therapie ist, dass ganz unterschiedliche Nebenwirkungen denen auch erwartet.
00:12:07: Und was natürlich auch ... Ich sag mal, für ganz normale Menschen wirklich fraglich ist.
00:12:12: Jetzt wird ein Gebiet bestrahlt und die Zellen dort ... Also die Tumorzellen sollen dann sterben, die gesunden irgendwie nicht?
00:12:20: Das ist schwer zu verstehen.
00:12:22: Können Sie das in einfachen Worten erklären, warum funktioniert Bestrahlung überhaupt?
00:12:26: Genau also wie funktioniert eigentlich Bestrahlung?
00:12:29: Wir bestrahlen ja mit Röntgenstrahlen.
00:12:32: Was man vom CT kennt oder vom Röngen nur, dass das ... viel stärkere Strahlen sind.
00:12:38: Wir nutzen die sogenannte Einheit Great, das hören die Patienten auch immer wieder.
00:12:43: Das bedeutet also dass es die Energie in dem Gewebe dann abgegeben wird.
00:12:49: und was passiert ist wir für ziel der Strahlentherapie?
00:12:55: ist die DNA, also das Herz oder Herz der Tumorzellen so zu beschädigen sodass Tumorzellen, die nicht mehr teilen kann.
00:13:05: Der Tuma nicht mehr wachsen kann und irgendwann dann kleiner wird und ganz verschwindet.
00:13:11: Dasselbe natürlich passiert auch mit den gesunden Zellen.
00:13:15: Da wird auch die DNA der Zelle dann zerstört.
00:13:20: aber es gibt ein Hauptunterschied zwischen Tumoorzellen und Gesundenzellen.
00:13:25: Die Tumorrzellen können diese Schäden durch die Strahlentherapien stehen nicht reparieren oder sehr schlecht, sehr langsam reparieren.
00:13:35: Korrigieren sozusagen.
00:13:36: bei den gesunden Zellen ist es so.
00:13:38: die haben viel bessere Mechanismen um diese Schäden zu reparieren sodass wir dann weniger Nebenwirkungen erwarten.
00:13:48: aber vermeidbar ist das natürlich nicht.
00:13:52: deswegen haben wir auch Nebenwerkungen.
00:13:53: Aber Ziel ist es dass wir die Tumorzellen beschädigen und die gesunde Zellen soweit wie möglich und das können wir mit den neuen Bestrahlungstechniken sehr gut
00:14:04: machen.
00:14:05: Ich glaube, da ist ja auch der Punkt, dass man ja wie so aus einer Vergrößerungsglas, weil jetzt haben wir gerade eine heiße Zeit viel Sonne draußen, wenn man dann die Sonne sammelt.
00:14:14: Dann sieht man ja auch da, wieso ein Punkt kommt, wo es echt brennt.
00:14:17: Und so ähnlich macht man das auch mit der Bestrahlung, dass mal wirklich genau an dem Ort, wo sie wirken soll, das ansammelt ... Ja?
00:14:24: Und drumherum muss nicht wirken sein eigentlich eher nicht.
00:14:26: Genau!
00:14:27: Das ist wahrscheinlich ein ähnliches System.
00:14:30: bestrahlen nur den Tumor, vor allem mit der neuen Strahlentherapie-Technik.
00:14:35: Früher hat man mit der sogenannten konventionellen Strahlenterapie bestrahlt die drei D Technik für unsere Sprache.
00:14:42: Heutzutage benutzen wir ihr MRT Techniken also intensitätsmodulierte Strahlenerapie.
00:14:48: was bedeutet das?
00:14:50: Wir verteilen unsere Dosis in sehr kleinen Segmenten so kleine Felder sodass der Tumour wirklich nahezu, unsere Zielung nahezuo angepasst ist an dem Tumor.
00:15:07: An der TUMOR Form.
00:15:10: und zusätzlich brauchen wir natürlich aber einen Sicherheitsabstand.
00:15:14: dieser Sicherheits Abstand ist dafür da dass wir die Zellen abdecken die wir nicht sehen.
00:15:20: normalerweise vor allem wenn wir vor einer Operation bestrahlen sehen wir den Tumore sehr gut auf unserer CT-Bilder.
00:15:30: Aber wie gesagt, es gibt ja die Tumorzellen, die wir nicht sehen und da nutzen wir unser Sicherheitsabstand um diese Zellen dann abzudecken.
00:15:40: Und zusätzlich brauchen wir ein Sicherheitsabbstand für eine eventuelle Bewegung weil während der Bestrahlung muss ihr der Patient hier ruhig bleiben.
00:15:48: aber das ist natürlich nicht immer ganz einfach.
00:15:52: und da auch eine Bewegung von drei vier Millimeter kann dazu sorgen, dass wir nicht genau den Tumor treffen und aus diesem Grund machen wir noch ein Sicherheitsabstand für diese Bewegungsunsicherheiten.
00:16:04: Dass der Patient auch ruhig liegen kann ohne dass er sich Sorgen macht, wenn es sich an das atmet, dass der Tumour da nicht mehr richtig bestrahlt wird.
00:16:13: Das kann ich verstehen.
00:16:14: ja Und jetzt wird dieser Begriff Dosis genannt?
00:16:17: Jetzt hatten Sie gerade schon Gray gesagt.
00:16:19: also was versteht man denn genau unter einer Dosis in dem Zusammenhang?
00:16:26: Die Strahlung, die wir praktisch in unserem Tumor dann brauchen.
00:16:33: Damit wir die Tumorenzellen auch vernichten.
00:16:37: und es gibt bei den Sarkom wissen wir, dass wir relativ hohe Strahlendosis brauchen um eine gute lokale Kontrolle zu erreichen.
00:16:46: Das sind meist so... zwischen fünfzig und siebzig Gray, je nachdem ob wir in einer Situation vor der Operation bestrahlen, nach der Operation oder alleine bestraheln.
00:16:57: Und diese Dosis wird aber nicht auf einmal gegeben sondern wird dann gestüggelt.
00:17:04: zur genannten Fraktionierung die man dann auch hört in der Strahlentherapie.
00:17:09: Das macht man tatsächlich bei den Weichteilserkommen in mehreren Früktionen.
00:17:15: Also Fraktionierung heißt eben dieses Stückelum?
00:17:18: Genau, und das macht man meist eher geringe Fraktionierungen bei den Weichtalzerkomen so dass man insgesamt vielleicht zwischen fünf und sieben Wochen bestrahlt.
00:17:28: es gibt ja auch Fälle wo wir auch kürzer bestrahlen mit einer höheren Dosis eine höheren Strahlung.
00:17:36: da sind aber ausgesucht der Fehler.
00:17:39: Das wird sich vielleicht in Zukunft noch ändern, da werden jetzt Studien durchgeführt wenn man versucht die Strahlendauer zu verkürzen dafür die Dosis zu erhöhen, die tägliche Dosis.
00:17:49: aber da sind wir auch in der Studienphase.
00:17:52: Aber das ist auch wirklich ein sehr gutes Stichwort.
00:17:54: gerade wieder manchmal funktioniert die Bestrahlung ja sehr gut und der Tumor geht wirklich weg.
00:18:00: also gerade wenn der Tuma noch da ist kann man es richtig gut sehen dass er weggeht und manchmal funktioniert es nicht so gut.
00:18:04: man kann halt sehen ein bisschen getroffen ist, aber im Prinzip noch da ist.
00:18:08: Und als Patient würde ich sagen ja gut dann halt einfach größere Dosis.
00:18:11: Mach halt mehr drauf und geht es hoffentlich weg!
00:18:14: Ist das immer eine gute Idee oder?
00:18:16: Nein, das ist keine gute Idee weil wir dadurch mehr Nebenwirkungen erzeugen die wir uns... Nicht wünschen, vor allem Weichteilserkumme.
00:18:28: Da wissen wir tatsächlich, dass die Tumoren während der Strahlentherapie nicht wirklich klein werden.
00:18:34: Manchmal werden sie sogar ein bisschen größer, weil durch die Bestrahlung kommt es zu einer lokalen Entzündung und da kann das Gewebe ein bisschen anschwellen.
00:18:44: Warum wir die Strahlendherapien tatsächlich auch durchführen bei den Sarkummen?
00:18:49: Es ist Ziel, dass wir dem Chirurgen ... die Situation erleichtern, die Operation erleichten.
00:18:56: Indem wir die Oberfläche- ... Oberflächeltumorzellen dann vernichten und dann wird es für den Chirurgen auch ein bisschen einfacher eine sogenannte Rn-Null-Situation zu erreichen.
00:19:08: Das heißt, dass da wirklich der tumor komplett entfernt wird ohne das Tumorzeilen bleiben.
00:19:16: Dann gibt es ja noch einen Begriff, den Patienten oftmals hören, dass es Bestrahlungsfeld.
00:19:21: Was meint man denn damit?
00:19:23: Das ist Bestrahlungsfeld, das was ich eigentlich auch bestrahle.
00:19:29: Und das ist mein Tumor wenn die Bestrahlung vor der Operation stattfindet mit dem sogenannten Sicherheitsabstand den ich schon erwähnt habe oder aber das sogenannte Tumorbett.
00:19:40: Also wirklich in meiner Erinnerung war es wirklich so ein richtig rechteck auf meinem Körper.
00:19:46: dann
00:19:46: Das kann ein Rechteck sein, das kann auch ein Kreis sein.
00:19:51: Jetzt mit der intensitätsmodulierten Strahlentherapie kann man eigentlich kein Bestrahlungsfeld mehr sehen von außen.
00:19:58: Früher hat man tatsächlich mit der konventionellen Strahlentherapie das Bestrahlungsfeld auf dem Körper auch eingezeichnet.
00:20:04: Heutzutage können wir das nicht mehr machen weil wir diese ganz viele Bestrahlingsfelder haben und da dreht sich auch das Gerät um den Körper herum, die sogenannte VMAAT vielleicht hört man das auch.
00:20:20: Volumetric Modulated Act Therapy.
00:20:24: Das ist so genannte Bogentherapie und da gibt es ganz viele Bestrahlungsfelder auf dem Körper, die man einfach nicht mehr einzeichnen kann.
00:20:36: Und der Vorteil dabei ist ja wieder, dass ich halt dann zwar durch mehr gesundes Gewebe durchgehe aber dadurch eben deutlich weniger belaste.
00:20:43: Dadurch
00:20:43: mit einer kleineren Einzel-Doh also mit kleineren Dosen die Dosis wird dann moduliert so das sich in dem Tumor höhere Dosis habe aber in den umgebenden Geweben viel geringere Dosis
00:20:56: Zumindest bei mir da.
00:20:58: Zumal es war so, dass man mit einem größeren Feld angefangen hat und das dann immer kleiner geworden ist und sich stark konzentriert hat auf den Problembereich?
00:21:06: Ist das etwas, was man heutzutage auch noch macht oder ...
00:21:10: Das ist tatsächlich eine gute Frage.
00:21:12: Es ist eine sehr individuelle Entscheidung.
00:21:14: Das hängt immer davon ab, wenn man Tumor der Patient hat.
00:21:20: Auf dem MRT, wenn ein Weichteil so kommt, anschaut, sieht man ... Manchmal die Radiologen sagen, es gibt Bereiche.
00:21:29: Da ist eine niedrige Differenzierung also den Tumorzellen, die aggressiver sind.
00:21:33: und es gibt dann Bereiche wo man sagt, die Tumoorzellen sind in diesem Bereich nicht so aggressiv.
00:21:40: Und dann kann man tatsächlich überlegen dass man erst mal den TUMOR mit einer Dosis bestrahlt, dann im Anschluss wirklich sich nur auf dem Bereich konzentriert wo die aggressivere Tumorzellen sind.
00:21:54: und was dadurch passiert ist dass wir natürlich ein kleineres Bestrahlungsfeld haben.
00:22:01: Und dann die Nebenwirkungen dann auch weiterhin reduzieren weil wir weniger umgebende Gewebe bestrahlen.
00:22:07: aber das ist wie gesagt eine sehr individuelle Entscheidung passiert bei dem Weichteinserkommens tatsächlich eher seltener wie zum Beispiel bei anderen Tumoren.
00:22:17: Die Rolle der Pathologie ist ja auch mal ganz wichtig, um dann zu entscheiden, wie die Therapie weitergeht?
00:22:22: Wie ist es denn im Bestrahlungsumfeld?
00:22:24: was brauchen Sie denn für eine Information von Pathologen?
00:22:27: und dann so entscheiden wir sie bestrahlen?
00:22:29: Ja, der Pathologe spielt tatsächlich ein sehr, sehr große Rolle bei der Therapie von Inserkommen.
00:22:36: Der Patholobe war sehr uns... gibt, er sagt uns zum einen was das für ein Sakomtyp ist.
00:22:44: Weil wie ich schon gesagt habe es gibt sehr viele unterschiedliche Sakom-Typen die auch anders behandelt werden.
00:22:52: dann bekommen wir in der Information wie aggressiv die Tumorzellen sind, das sogenannte Grading und da gibt es eine Abstuffung zwischen eins und vier d.h.
00:23:04: Eins sind die Tummerzellen die nicht so aggressiv sind und vier sind die aggressivsten Tumorzellen.
00:23:12: Und die dritte, sehr wichtige Information, die wir von dem Pathologen bekommen ist ja unser Resektionsstatus.
00:23:19: das bedeutet wie hat der Chirurg operiert?
00:23:22: Konnte der Chirok den gesamten Tumo entfernen ohne dass der Pathologe nach dem Sicherheitsabstand was der Chiron auch mitgenommen hat keine Tumorenzellen mitnimmt?
00:23:33: oder es sind noch Tumorezellen dann am im Bereich von diesem Sicherheitsabstand verblieben, sodass wir wissen, dass da noch Tumorzellen übrig sind.
00:23:43: Deswegen ist es ganz wichtig, dass man immer den Bericht bekommt von den Portologen und das genau auch liest.
00:23:50: Darauf dann eben die Entscheidungen?
00:23:51: Die Entscheidungen sind
00:23:52: genau richtig.
00:23:55: Vielen lieben Dank, Frau Dr.
00:23:56: Simio Nova!
00:23:56: Jetzt haben wir darüber gesprochen über die Grundlagen der Bestrahlung.
00:23:59: Wie kommt man überhaupt zur Entscheidung?
00:24:00: Ob man bestrahlt und wie die funktionieren soll?
00:24:03: Wir würden gerne als nächstes weitergehen in diese Fragestellung.
00:24:06: Macht man die Bestrahlungen vor oder nach der Operation?
00:24:09: Vielen liebendank.
00:24:11: Sehr gerne.